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Häufige Fragen zur Psychotherapie-Weiterbildung

Approbationsweg, anerkannte Weiterbildungsstätten und die Suche nach einer PTW-Stelle

Hier findest du Antworten auf die häufigsten Fragen rund um die Psychotherapie-Weiterbildung nach dem neuen Approbationsweg: vom Ablauf über die Verfahren bis zur Suche nach einer passenden Weiterbildungsstätte. pt-weiterbildung.de bündelt die Angaben aller 16 Landeskammern an einem Ort, täglich aktualisiert.

Grundlagen: Beruf und Ausbildung

Wie wird man Psychotherapeut:in?

Der Weg führt über drei Stationen: ein Hochschulstudium der Psychotherapie (Bachelor und Master), die staatliche Approbation als Abschluss des Studiums und anschließend die mehrjährige Weiterbildung in einem Verfahren. Erst nach der Weiterbildung ist man Fachpsychotherapeut:in und kann sich zum Beispiel mit eigener Praxis niederlassen.

Was muss ich studieren, um Psychotherapeut:in zu werden?

Nach dem neuen Recht einen polyvalenten Bachelor und darauf einen Master in Psychotherapie. Der Master endet mit der staatlichen Approbationsprüfung. Wer bereits einen älteren Psychologie-Abschluss hat, fällt unter die Übergangsregelungen der Reform.

Was ist der Unterschied zwischen Psychotherapeut:in, Psycholog:in und Psychiater:in?

Psycholog:innen haben Psychologie studiert, dürfen aber ohne Approbation keine Heilkunde ausüben. Psychotherapeut:innen sind approbiert und behandeln psychische Erkrankungen mit Psychotherapie, ohne Medikamente zu verordnen. Psychiater:innen sind Ärzt:innen und dürfen zusätzlich Medikamente verschreiben. Dieses Verzeichnis betrifft den Weg zur psychologischen Psychotherapeut:in.

Was hat sich mit der Reform 2020 geändert (altes und neues System)?

Früher folgte auf das Psychologie-Studium eine Ausbildung als Psychotherapeut:in in Ausbildung (PiA), die oft schlecht oder gar nicht vergütet war. Seit 2020 ist die Psychotherapie ein eigenes Studium mit Approbation am Ende, gefolgt von einer Weiterbildung als approbierte und angestellte Fachkraft. Wer sein Studium noch nach altem Recht begonnen hat, kann es über Übergangsfristen abschließen.

Was bedeutet Approbation?

Die Approbation ist die staatliche Erlaubnis, Heilkunde auszuüben, also eigenverantwortlich Patient:innen zu behandeln. Im neuen System wird sie direkt nach dem Master und der bestandenen Approbationsprüfung erteilt. Erst danach beginnt die Weiterbildung.

Was kommt nach der Weiterbildung?

Mit dem Abschluss erhält man die Fachkunde in einem Verfahren und wird Fachpsychotherapeut:in. Für die Behandlung gesetzlich Versicherter in eigener Praxis braucht es zusätzlich einen Kassensitz, der über die Bedarfsplanung geregelt ist. Daneben sind Anstellungen in Kliniken, Ambulanzen oder Praxen möglich.

Die Weiterbildung im Detail

Was ist eine Weiterbildungsstätte für Psychotherapie?

Eine von der Landespsychotherapeutenkammer anerkannte Einrichtung (Klinik, Hochschulambulanz, Institut oder Praxis), an der approbierte Psychotherapeut:innen ihre mehrjährige Weiterbildung absolvieren. Erst die Weiterbildung führt zur Fachkunde in einem Verfahren und ist Voraussetzung für die Eintragung ins Arztregister und die Abrechnung mit den gesetzlichen Krankenkassen.

Wie läuft der neue Approbationsweg (PsychThAprO) ab?

Seit der Reform des Psychotherapeutengesetzes 2020 gilt: Auf einen polyvalenten Bachelor folgt ein Master in Psychotherapie, der mit der staatlichen Approbationsprüfung endet. Nach der Approbation schließt sich die Weiterbildung in einem Gebiet und Verfahren an. Im früheren Modell begann die Ausbildung (PiA) dagegen erst nach dem Studium an einem Ausbildungsinstitut.

Wie lange dauert die Psychotherapie-Weiterbildung?

In der Regel mindestens fünf Jahre in Vollzeit, in Teilzeit entsprechend länger. Sie verbindet stationäre und ambulante Tätigkeit mit Theorie, Selbsterfahrung und Supervision. Die genauen Anforderungen regelt die Weiterbildungsordnung der jeweiligen Landeskammer.

Welche Verfahren kann ich in der Weiterbildung wählen?

Die wissenschaftlich anerkannten Verfahren: Verhaltenstherapie (VT), Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TP), Analytische Psychotherapie (AP) und Systemische Therapie (ST). Welche Verfahren eine Stätte anbietet, steht in ihrem Eintrag im Verzeichnis.

Was bedeutet die Altersgruppe (Erwachsene oder Kinder und Jugendliche)?

Viele Stätten sind für die Arbeit mit Erwachsenen oder mit Kindern und Jugendlichen anerkannt, manche für beides. Die Altersgruppe bestimmt, mit welchen Patient:innen die Weiterbildung absolviert wird. Im Verzeichnis lässt sich danach filtern.

Die Stellensituation

Warum finden so viele Absolvent:innen keine Weiterbildungsstelle?

Nach dem Psychotherapie-Studium folgt die Approbation, danach braucht es die Weiterbildung zur Fachpsychotherapeut:in. Das Problem: Eine Weiterbildung kostet mehr als reine Behandlungszeit. Dazu gehören auch Supervision, Theorie und Fachkenntnisse, Selbsterfahrung und fachliche Begleitung. Genau diese Bestandteile sind vielerorts nicht ausreichend finanziert.

Die Folge: Viele Einrichtungen würden gerne weiterbilden, können aber nicht genügend Stellen anbieten. Für Absolvent:innen heißt das oft: warten, suchen, Absagen bekommen, Unsicherheit. Ohne finanzierte Weiterbildung gibt es keinen Weg zur Psychotherapeut:in. Diese Krise betrifft uns alle, denn die Fachkräfte für eure mentale Gesundheit brauchen gerechte Bedingungen.

Die Finanzierung können wir nicht lösen. Aber wir können Orientierung schaffen: pt-weiterbildung.de zeigt dir, wo es anerkannte Weiterbildungsstätten gibt, für welches Verfahren und in welchem Bundesland.

Werde ich während der Weiterbildung bezahlt?

Anders als in der früheren PiA-Ausbildung sind Psychotherapeut:innen in Weiterbildung bereits approbiert und werden angestellt und vergütet. In der Praxis hängt die Vergütung von Einrichtung, Tarif und Region ab, und nicht alle Bestandteile der Weiterbildung sind überall ausreichend finanziert.

pt-weiterbildung.de nutzen

Wie finde ich eine passende Weiterbildungsstätte?

Über das Verzeichnis: filterbar nach Bundesland, Verfahren und Altersgruppe, wahlweise als Liste oder Karte. Eine Übersicht pro Bundesland gibt es zusätzlich unter Alle Bundesländer.

Wo sind aktuell Stellen frei?

Das Verzeichnis zeigt zunächst alle anerkannten Weiterbildungsstätten. Soweit eine Stätte Angaben zu freien Stellen gemacht hat, sind diese im Eintrag vermerkt. Am zuverlässigsten erfährst du von neuen Stellen über eine Benachrichtigung für dein Bundesland und über direkte Nachfrage bei der Stätte oder Kammer.

Kann ich über neue Weiterbildungsstellen benachrichtigt werden?

Ja. Du kannst eine kostenlose E-Mail-Benachrichtigung für ein oder mehrere Bundesländer einrichten. Sobald dort neue Einträge oder Stellen erscheinen, bekommst du eine Mail.

Woher stammen die Daten und wie aktuell sind sie?

Aus den öffentlichen Verzeichnissen der 16 Landespsychotherapeutenkammern. Die Quellen werden täglich automatisch ausgelesen. pt-weiterbildung.de ist ein inoffizielles, privates Projekt und bündelt diese Angaben an einem Ort. Alle Angaben sind ohne Gewähr, im Zweifel hilft die Kammer oder die Stätte direkt weiter. Mehr dazu auf der Seite Über das Projekt.

Wer steckt hinter pt-weiterbildung.de?

Ein inoffizielles, privates Projekt von Charlotte und Calvin. Die Idee zu einem Verzeichnis, das in die Tiefe geht und eine fundierte Entscheidung ermöglicht, entstand nicht zuletzt aus eigenen Erfahrungen bei der Suche nach einer Weiterbildungsstelle. Charlotte ist Mitglied im PtW-Forum, das das Projekt unterstützt. Calvin entwickelt und betreibt die Seite, aktualisiert wird sie regelmäßig mit Hilfe von Automatisierung und KI.

Rückmeldungen, was fehlt oder auffällt, sind ausdrücklich willkommen. Einen Ort dafür gibt es unter Über das Projekt (mit Mailadresse, falls du eine Antwort möchtest).

Was kostet die Nutzung von pt-weiterbildung.de?

Nichts. Die Seite ist für dich kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar.

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