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Wie lange dauert die Psychotherapie-Weiterbildung und wie läuft sie ab?

Aktualisiert am 09.10.2026 · pt-weiterbildung.de

Die Regelweiterbildungszeit beträgt 60 Monate in Vollzeit, also fünf Jahre, in denen du angestellt an anerkannten Weiterbildungsstätten arbeitest und parallel Theorie, Supervision und Selbsterfahrung absolvierst. Teilzeit ist möglich und verlängert die Weiterbildung entsprechend, und was im Einzelnen gefordert ist, regelt die Weiterbildungsordnung deiner Landeskammer. Wie lange es in der Praxis wirklich dauert, hängt vor allem davon ab, ob du für jeden Abschnitt rechtzeitig eine Anschlussstelle findest, und die Stätten dafür stehen im Verzeichnis.

Wie die Weiterbildung aufgebaut ist

Die Weiterbildung zur FachpsychotherapeutIn ist wie eine Facharztweiterbildung aufgebaut, was heißt, dass du approbiert bist und angestellt arbeitest. Die Weiterbildungsordnungen der Landeskammern setzen dafür 60 Monate in Vollzeit an, und diese Zeit verteilt sich auf Abschnitte in verschiedenen Versorgungsbereichen (ambulant, stationär und institutionell) und damit in der Regel auf mehrere Stellen. Wie sich die Zeit auf diese Bereiche verteilt und was die Bereiche voneinander unterscheidet, steht im eigenen Artikel Ambulant, stationär, institutionell.

Woraus die Weiterbildung besteht

Die Weiterbildung besteht aus mehreren Bausteinen, die parallel laufen, und den größten Teil davon machen die Stellen aus.

Praktische Weiterbildung
Das sind die Anstellungen an anerkannten Weiterbildungsstätten in den geforderten Versorgungsbereichen, in denen du unter Verantwortung von Weiterbildungsbefugten behandelst und die vorgeschriebenen Zeiten und Behandlungsstunden sammelst.
Theoretische Weiterbildung
Dazu gehören Kurse und Seminare zu Diagnostik, Verfahren und Rahmenwissen, die über die Weiterbildungsstätte selbst oder über kooperierende Institute und Weiterbildungsverbünde organisiert werden. Wie die Freistellung dafür geregelt ist, gehört in den Arbeitsvertrag oder Weiterbildungsvertrag.
Supervision
Deine Behandlungen werden regelmäßig von anerkannten SupervisorInnen begleitet, teils einzeln, teils in der Gruppe, und im ambulanten Abschnitt ist diese Supervision besonders engmaschig.
Selbsterfahrung
Hier sammelst du eigene Erfahrung in der Patientenrolle beziehungsweise angeleitete Selbstreflexion im gewählten Verfahren, bei dafür anerkannten SelbsterfahrungsleiterInnen.
Bei der Stellenwahl lohnt sich die Nachfrage, welche dieser Bausteine die Stätte selbst anbietet und welche du extern organisieren und bezahlen musst, denn davon hängen die tatsächlichen Kosten der Weiterbildung mit ab. Mehr dazu steht in Was kostet die Psychotherapie-Weiterbildung?

Was die Dauer in der Praxis verlängert

In der Praxis dauert die Weiterbildung oft länger als die Regelzeit.

Der Ablauf von der ersten Stelle bis zur Prüfung

  1. Gebiet und Verfahren legst du zuerst fest, denn beides bestimmt, welche Stätten für dich infrage kommen, und eine spätere Korrektur ist mit Verlusten verbunden.
  2. Die erste Stelle trittst du an einer anerkannten Stätte an, und im Verzeichnis siehst du, welche Einrichtungen für dein Gebiet, dein Verfahren und den jeweiligen Versorgungsbereich befugt sind.
  3. Die Weiterbildung meldest du bei der Kammer an und dokumentierst von Beginn an Zeiten, Behandlungsstunden, Supervision und Theorie, weil eine nachträgliche Rekonstruktion mühsam und riskant ist.
  4. Beim Durchlaufen der Abschnitte behältst du den Anschluss im Blick, denn Weiterbildungsbefugte kennen die Häuser der Region und vermitteln oft direkt weiter, weshalb du Übergänge früh ansprechen solltest.
  5. Die Zulassung zur Prüfung beantragst du, sobald alle Zeiten und Inhalte vollständig sind, und nach bestandener Prüfung bei der Landeskammer führst du die Bezeichnung FachpsychotherapeutIn für dein Gebiet.

Häufige Fragen dazu

Kann ich die Weiterbildung in Teilzeit machen?

Ja, Teilzeit ist in den Weiterbildungsordnungen vorgesehen. Nach unserem Kenntnisstand setzen viele Kammern einen Mindestumfang voraus, damit die Zeit anrechenbar bleibt, und die Grenzen im Einzelnen stehen in der Weiterbildungsordnung deiner Landeskammer.

Wann beginnt die Weiterbildungszeit zu zählen?

Anrechenbar ist Zeit an einer Stätte mit gültiger Weiterbildungsbefugnis, im passenden Gebiet, Verfahren und Versorgungsbereich, und deshalb klärst du vor Vertragsschluss mit Stätte und Kammer, dass die Stelle anerkannt wird.

Verlängern Unterbrechungen wie Elternzeit die Weiterbildung?

Ja, längere Unterbrechungen (zum Beispiel Elternzeit oder Krankheit) werden auf die Weiterbildungszeit in der Regel nicht angerechnet, sodass sich die Weiterbildung entsprechend nach hinten verschiebt. Kurze Fehlzeiten sind meist unschädlich, und die Grenzen definiert die Weiterbildungsordnung deiner Kammer.

Gibt es Zwischenprüfungen?

Geprüft wird einmal, am Ende der Weiterbildung bei der Landeskammer. Davor begleiten regelmäßige Gespräche mit den Weiterbildungsbefugten und eine laufende Dokumentation der Weiterbildungsinhalte den Verlauf.

Kurze Antworten auf die Grundfragen zur Weiterbildung stehen gesammelt unter Häufige Fragen.

Quellen und Stand

Stand August 2026. Die konkreten Anforderungen (Mindestzeiten je Versorgungsbereich, Theorie-, Supervisions- und Selbsterfahrungsumfänge, Teilzeitregeln) legt die Weiterbildungsordnung der jeweiligen Landespsychotherapeutenkammer fest, und sie unterscheiden sich zwischen den Ländern.

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